• Meilenstein für die digitale Hörfunkverbreitung: Verein Digitalradio Deutschland begrüßt Aktionsplan des Digitalradio Boards

    Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt die Verabschiedung des „Aktionsplans für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ durch das Digitalradio Board am 16. Februar.

    „Der Aktionsplan ist ein Meilenstein in der Geschichte des Hörfunkstandards DAB+ in Deutschland und in Europa“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. „Wir bedanken uns bei den Staatssekretärinnen Heike Raab (Rheinland-Pfalz) und Dorothee Bär (BMVi) für ihr Engagement für das digital-terrestrische Radio.“

    Gemeinsamer Radioempfang digitaler und analoger Signale
    Die Rundfunkkommission der Länder wird sich voraussichtlich in ihrer nächsten Sitzung am 15. März mit dem Aktionsplan beschäftigen. Steul erhofft sich von der Rundfunkkommission der Länder weitere Impulse: „Um die Digitalisierung des Hörfunks voran zu treiben, sollten Endgerätehersteller gesetzlich dazu verpflichtet werden, nur noch Radios auf den Markt zu bringen, die auch den Empfang digitaler Signale ermöglichen, also Multi-Norm-Geräte.“ Bei der Einführung des digitalen Fernsehens wurde eine vergleichbare Regelung beschlossen. Dadurch entsteht ein diskriminierungsfreier Zugang zu allen über Antenne verbreiteten Hörfunkangeboten.

    VPRT spricht nicht für „die Privatradios“
    Der Digitalradio Verein bedauert, dass der VPRT den Aktionsplan des Digitalradio Boards als einziger Marktteilnehmer abgelehnt hat. Der VPRT hat diese Entscheidung nicht nur gegen alle anderen Mitglieder des Digitalradio Boards, sondern auch gegen eigene Mitglieder gefällt. Steul: „Ein nennenswerter Teil der VPRT Verbandsmitglieder engagiert sich bereits im Digitalradio DAB+. Nach unseren Informationen planen mindestens zwei hochrangige Mitglieder sogar eine Beteiligung am zweiten bundesweiten DAB+ Multiplex.“
    Der Digitalradio Verein Deutschland betont, dass der VPRT nicht für „die Privatradios“ spricht. „Der zweite große deutsche Privatradioverband APR, bei dem neben vielen regionalen Sendern auch große private Hörfunkgruppen wie NRJ/Energy oder Regiocast Mitglied sind, hat der Roadmap ausdrücklich zugestimmt“, so Steul weiter.

    Umfrage: 22 Prozent der Deutschen besitzen schon Radios mit DAB+
    Beflügelt wird die Verabschiedung des Aktionsplans durch neue positive Zahlen: Bereits 22 Prozent der Deutschen besitzen mindestens ein Digitalradio mit DAB+, weitere 12 Prozent planen, sich 2017 ein DAB+ fähiges Gerät anzuschaffen. Das belegt eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK, die vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) beauftragt und zum Welttag des Radios am 13. Februar vorgelegt wurde.

    Starkes Wachstum bei DAB+ Autoradios
    Besonders in Automobilen wird DAB+ immer beliebter: Über 21 Prozent der Neufahrzeuge deutscher Hersteller wurden im vergangenen Jahr mit digitalen Radiogeräten ausgestattet, so der aktuelle DAT-Automobilreport. 2015 lag dieser Wert noch bei knapp über 14 Prozent. In Großbritannien werden 90 Prozent der Neuwagen mit DAB ausgeliefert, in Norwegen 78 Prozent und in der Schweiz über 65 Prozent.

    Das Digitalradio Board
    Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) hatte im Juni 2015 zusammen mit den Ländern das Digitalradio Board eingerichtet. Teilnehmer sind hochrangige Vertreter aller Marktbeteiligten, von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern über Vertreter der Landesmedienanstalten und Gerätehersteller bis zur Automobilindustrie. Ziel war es, Aufgaben zu benennen und Meilensteine zu deren Lösung zu definieren, um am Ende des Prozesses eine Roadmap zum Übergang von UKW auf Digitalradio DAB+ zu fixieren.

    Dieses Ziel ist mit dem Aktionsplan erreicht, vor allem deswegen, weil sich eine überparteiliche Mehrheit für die Umsetzungsvorschläge der Roadmap fand. Die Mitglieder des Boards haben sich im Weiteren darauf verständigt, den Aktionsplan regelmäßig zu überprüfen und fortzuschreiben.

    DAB+. Der Radiostandard
    Digitalradio DAB+ ist das bessere Radio. Es ist moderner, effizienter, umfangreicher und persönlicher: Es bietet mehr Sender für unterschiedliche Zielgruppen, ist dank digitaler Empfangstechnik rauschfrei und liefert Zusatzinfos zum laufenden Programm als Text oder Bild. Es bietet mehr Vielfalt auf ausreichend freien Kapazitäten zu günstigen Verbreitungskosten.

    Der Verein Digitalradio Deutschland ist eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Die Mitglieder des Vereins unterstützen gemeinsam die vorgelegte Roadmap.

  • Fortschritte für Digitalradio DAB+ in Osteuropa / Start in Lettland, Vorbereitungen in der Ukraine / Europaweiter Multichip könnte Entwicklung deutlich beschleunigen

    Das Digitalradio DAB+ breitet sich auch in Osteuropa aus. Im Dezember 2016 startete der staatliche Rundfunk LVRTC in Lettland den Testbetrieb, der nach einem Jahr in den Regelbetrieb überführt werden soll. Das Ensemble hat Platz für bis zu 18 Hörfunkprogramme. LVRTC ist mit elf Programmen aktiv, darunter fünf exklusive Digitalprogramme. Noch in diesem Jahr sollen auch Privatradiosender das Angebot bereichern. Schon zum Start werden 60 Prozent der lettischen Bevölkerung erreicht.

    Lettland ist das siebte osteuropäische Land, in dem das digital-terrestrische Radio eingeführt wird, und das erste im Baltikum. In Kürze könnte die Ukraine folgen: Der Nationalrat für Radio und Fernsehen in Kiew hat am 22. Dezember 2016 die Bereitstellung von Frequenzen für DAB+ beschlossen.

    Tschechien und Polen haben bereits den Regelbetrieb gestartet
    Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung in Tschechien: Hier sind 29 Hörfunkprogramme vom staatlichen Sender Český rozhlas und von Privatradios über DAB+ zu empfangen, darunter zahlreiche exklusive Digitalwellen. 58 Prozent der Bevölkerung werden erreicht. Zunehmend feiern reine Digitalsender Erfolge. In Prag etwa konnte das Metropolenradio ČRo Regina binnen eines Jahres seine Tagesreichweite von 8.000 auf 16.000 Hörer steigern*.

    Auch in Polen befindet sich DAB+ bereits im Regelbetrieb. Der Staatsrundfunk Polskie Radio strahlt 28 nationale und regionale Hörfunkprogramme aus, darunter sieben exklusiv auf DAB+. 56 Prozent der Bevölkerung werden versorgt.

    In der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Rumänien gibt es laufende Pilotbetriebe mit DAB und DAB+. Weitere Länder wie Litauen oder Estland sind interessiert**.

    Steul: Multichip-Initiative könnte Entwicklung weiter beschleunigen
    „Das rege Interesse der osteuropäischen Länder am Digitalradio DAB+ ist umso bemerkenswerter, da die Geschichte des UKW-Bandes hier im Vergleich zu Deutschland noch recht jung ist“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. Noch vor einiger Zeit fanden die FM-Hörfunk-Übertragungen in den meisten osteuropäischen Ländern nicht im hier bekannten UKW-Band (87,5 bis 108 MHz), sondern im OIRT-Band (65,8 MHz bis 74 MHz) statt. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges startete die Migration ins UKW-Band, die sich bis in die frühen 2000er-Jahre hinzog. Das heißt, die Bevölkerung vieler osteuropäischer Staaten musste sich erst vor kurzem neue Empfänger für UKW zulegen.

    „Aus diesem Grund wird es im Vergleich zu vielen westeuropäischen Staaten noch länger dauern, bis sich DAB+ auch in Osteuropa durchsetzt“, erklärt Steul weiter. „Eine europaweite Festlegung auf einen Multichip, der neben UKW auch DAB+ empfängt, könnte die Entwicklung aber beschleunigen“. Ziel der Multichip-Initiative der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist es, die Geräteindustrie zu veranlassen, in ganz Europa mehrheitlich Endgeräte anzubieten, die sowohl analoge als auch digital-terrestrische Signale verarbeiten können.

    *Quelle: Český rozhlas, http://www.rozhlas.cz/digital/digital/_zprava/digitalni-stanice-regina-dab-praha-zdvojnasobila-pocet-dennich-posluchacu--1696743
    ** 
    Meldung erstellt mit Material von WorldDAB

    Kontakt Presse/Medien:
    Profil Marketing OHG
    Vivien Gollnick (PR)
    Humboldtstr. 21
    38106 Braunschweig
    Tel.: +49 531 387 33 17
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Meilenstein für die digitale Hörfunkverbreitung: Verein Digitalradio Deutschland begrüßt Aktionsplan des Digitalradio Boards

on Dienstag, 21 Februar 2017.

Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt die Verabschiedung des „Aktionsplans für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ durch das Digitalradio Board am 16. Februar.

„Der Aktionsplan ist ein Meilenstein in der Geschichte des Hörfunkstandards DAB+ in Deutschland und in Europa“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. „Wir bedanken uns bei den Staatssekretärinnen Heike Raab (Rheinland-Pfalz) und Dorothee Bär (BMVi) für ihr Engagement für das digital-terrestrische Radio.“

Gemeinsamer Radioempfang digitaler und analoger Signale
Die Rundfunkkommission der Länder wird sich voraussichtlich in ihrer nächsten Sitzung am 15. März mit dem Aktionsplan beschäftigen. Steul erhofft sich von der Rundfunkkommission der Länder weitere Impulse: „Um die Digitalisierung des Hörfunks voran zu treiben, sollten Endgerätehersteller gesetzlich dazu verpflichtet werden, nur noch Radios auf den Markt zu bringen, die auch den Empfang digitaler Signale ermöglichen, also Multi-Norm-Geräte.“ Bei der Einführung des digitalen Fernsehens wurde eine vergleichbare Regelung beschlossen. Dadurch entsteht ein diskriminierungsfreier Zugang zu allen über Antenne verbreiteten Hörfunkangeboten.

VPRT spricht nicht für „die Privatradios“
Der Digitalradio Verein bedauert, dass der VPRT den Aktionsplan des Digitalradio Boards als einziger Marktteilnehmer abgelehnt hat. Der VPRT hat diese Entscheidung nicht nur gegen alle anderen Mitglieder des Digitalradio Boards, sondern auch gegen eigene Mitglieder gefällt. Steul: „Ein nennenswerter Teil der VPRT Verbandsmitglieder engagiert sich bereits im Digitalradio DAB+. Nach unseren Informationen planen mindestens zwei hochrangige Mitglieder sogar eine Beteiligung am zweiten bundesweiten DAB+ Multiplex.“
Der Digitalradio Verein Deutschland betont, dass der VPRT nicht für „die Privatradios“ spricht. „Der zweite große deutsche Privatradioverband APR, bei dem neben vielen regionalen Sendern auch große private Hörfunkgruppen wie NRJ/Energy oder Regiocast Mitglied sind, hat der Roadmap ausdrücklich zugestimmt“, so Steul weiter.

Umfrage: 22 Prozent der Deutschen besitzen schon Radios mit DAB+
Beflügelt wird die Verabschiedung des Aktionsplans durch neue positive Zahlen: Bereits 22 Prozent der Deutschen besitzen mindestens ein Digitalradio mit DAB+, weitere 12 Prozent planen, sich 2017 ein DAB+ fähiges Gerät anzuschaffen. Das belegt eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK, die vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) beauftragt und zum Welttag des Radios am 13. Februar vorgelegt wurde.

Starkes Wachstum bei DAB+ Autoradios
Besonders in Automobilen wird DAB+ immer beliebter: Über 21 Prozent der Neufahrzeuge deutscher Hersteller wurden im vergangenen Jahr mit digitalen Radiogeräten ausgestattet, so der aktuelle DAT-Automobilreport. 2015 lag dieser Wert noch bei knapp über 14 Prozent. In Großbritannien werden 90 Prozent der Neuwagen mit DAB ausgeliefert, in Norwegen 78 Prozent und in der Schweiz über 65 Prozent.

Das Digitalradio Board
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) hatte im Juni 2015 zusammen mit den Ländern das Digitalradio Board eingerichtet. Teilnehmer sind hochrangige Vertreter aller Marktbeteiligten, von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern über Vertreter der Landesmedienanstalten und Gerätehersteller bis zur Automobilindustrie. Ziel war es, Aufgaben zu benennen und Meilensteine zu deren Lösung zu definieren, um am Ende des Prozesses eine Roadmap zum Übergang von UKW auf Digitalradio DAB+ zu fixieren.

Dieses Ziel ist mit dem Aktionsplan erreicht, vor allem deswegen, weil sich eine überparteiliche Mehrheit für die Umsetzungsvorschläge der Roadmap fand. Die Mitglieder des Boards haben sich im Weiteren darauf verständigt, den Aktionsplan regelmäßig zu überprüfen und fortzuschreiben.

DAB+. Der Radiostandard
Digitalradio DAB+ ist das bessere Radio. Es ist moderner, effizienter, umfangreicher und persönlicher: Es bietet mehr Sender für unterschiedliche Zielgruppen, ist dank digitaler Empfangstechnik rauschfrei und liefert Zusatzinfos zum laufenden Programm als Text oder Bild. Es bietet mehr Vielfalt auf ausreichend freien Kapazitäten zu günstigen Verbreitungskosten.

Der Verein Digitalradio Deutschland ist eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Die Mitglieder des Vereins unterstützen gemeinsam die vorgelegte Roadmap.

Fortschritte für Digitalradio DAB+ in Osteuropa / Start in Lettland, Vorbereitungen in der Ukraine / Europaweiter Multichip könnte Entwicklung deutlich beschleunigen

on Dienstag, 14 Februar 2017.

Das Digitalradio DAB+ breitet sich auch in Osteuropa aus. Im Dezember 2016 startete der staatliche Rundfunk LVRTC in Lettland den Testbetrieb, der nach einem Jahr in den Regelbetrieb überführt werden soll. Das Ensemble hat Platz für bis zu 18 Hörfunkprogramme. LVRTC ist mit elf Programmen aktiv, darunter fünf exklusive Digitalprogramme. Noch in diesem Jahr sollen auch Privatradiosender das Angebot bereichern. Schon zum Start werden 60 Prozent der lettischen Bevölkerung erreicht.

Lettland ist das siebte osteuropäische Land, in dem das digital-terrestrische Radio eingeführt wird, und das erste im Baltikum. In Kürze könnte die Ukraine folgen: Der Nationalrat für Radio und Fernsehen in Kiew hat am 22. Dezember 2016 die Bereitstellung von Frequenzen für DAB+ beschlossen.

Tschechien und Polen haben bereits den Regelbetrieb gestartet
Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung in Tschechien: Hier sind 29 Hörfunkprogramme vom staatlichen Sender Český rozhlas und von Privatradios über DAB+ zu empfangen, darunter zahlreiche exklusive Digitalwellen. 58 Prozent der Bevölkerung werden erreicht. Zunehmend feiern reine Digitalsender Erfolge. In Prag etwa konnte das Metropolenradio ČRo Regina binnen eines Jahres seine Tagesreichweite von 8.000 auf 16.000 Hörer steigern*.

Auch in Polen befindet sich DAB+ bereits im Regelbetrieb. Der Staatsrundfunk Polskie Radio strahlt 28 nationale und regionale Hörfunkprogramme aus, darunter sieben exklusiv auf DAB+. 56 Prozent der Bevölkerung werden versorgt.

In der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Rumänien gibt es laufende Pilotbetriebe mit DAB und DAB+. Weitere Länder wie Litauen oder Estland sind interessiert**.

Steul: Multichip-Initiative könnte Entwicklung weiter beschleunigen
„Das rege Interesse der osteuropäischen Länder am Digitalradio DAB+ ist umso bemerkenswerter, da die Geschichte des UKW-Bandes hier im Vergleich zu Deutschland noch recht jung ist“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. Noch vor einiger Zeit fanden die FM-Hörfunk-Übertragungen in den meisten osteuropäischen Ländern nicht im hier bekannten UKW-Band (87,5 bis 108 MHz), sondern im OIRT-Band (65,8 MHz bis 74 MHz) statt. Erst nach dem Ende des Kalten Krieges startete die Migration ins UKW-Band, die sich bis in die frühen 2000er-Jahre hinzog. Das heißt, die Bevölkerung vieler osteuropäischer Staaten musste sich erst vor kurzem neue Empfänger für UKW zulegen.

„Aus diesem Grund wird es im Vergleich zu vielen westeuropäischen Staaten noch länger dauern, bis sich DAB+ auch in Osteuropa durchsetzt“, erklärt Steul weiter. „Eine europaweite Festlegung auf einen Multichip, der neben UKW auch DAB+ empfängt, könnte die Entwicklung aber beschleunigen“. Ziel der Multichip-Initiative der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ist es, die Geräteindustrie zu veranlassen, in ganz Europa mehrheitlich Endgeräte anzubieten, die sowohl analoge als auch digital-terrestrische Signale verarbeiten können.

*Quelle: Český rozhlas, http://www.rozhlas.cz/digital/digital/_zprava/digitalni-stanice-regina-dab-praha-zdvojnasobila-pocet-dennich-posluchacu--1696743
** 
Meldung erstellt mit Material von WorldDAB

Kontakt Presse/Medien:
Profil Marketing OHG
Vivien Gollnick (PR)
Humboldtstr. 21
38106 Braunschweig
Tel.: +49 531 387 33 17
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Verein Digitalradio Deutschland begrüßt verstärktes Engagement privater Sender in DAB+ // Zweiter „Bundesmux“ und Lokal-Ensembles kommen // Appell an Politik: Noch mehr Programmvielfalt durch Fördermittel möglich

on Mittwoch, 08 Februar 2017.

Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt das verstärkte Engagement privater Hörfunkveranstalter im terrestrischen Digitalradio DAB+. Immer mehr Privatsender haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf die digitale Technologie, die den klassischen, analogen UKW-Hörfunk ablösen soll. Die Verbreitungstechnologie DAB+ erlaubt neuen Veranstaltern den Einstieg in die digital-terrestrische Radiowelt mit innovativen Formaten.

Neue exklusive Formate auf DAB+
Mit der Jugendwelle MAXX FM startete am 10. Januar 2017 ein neuer Radiosender für die junge Zielgruppe der 14-29 jährigen in Berlin. Er gehört zur dunk media group, die unter anderem bereits den Schlagersender radio B2, den Oldiesender radio GOLD, und STAR*SAT Radio im Digitalradio betreibt.
lulu.fm, das Radio für die Gay-Community, sendet seit dem 25. Januar 2017 - nach Hamburg und Berlin - auch im Rhein-Main-Gebiet über Digitalradio DAB+.
Ebenfalls im Rhein-Main-Gebiet auf Sendung gegangen ist mit interviewRADIO das erste 24-stündige Programm mit Themensendungen, die in Interviewform aufbereitet sind.

UKW-Privatradios entdecken DAB+ zur Reichweitensteigerung
Doch auch immer mehr UKW-Privatradios entdecken DAB+, um über diesen Weg ihre terrestrische Reichweite auszubauen. Über DAB+ kann der Lokalsender Antenne Mainz nicht nur Versorgungslücken im lizenzierten UKW-Sendegebiet in Rheinland-Pfalz schließen, sondern auch Pendler im ganzen Rhein-Main-Gebiet versorgen. Autofahrer können damit „ihren“ Sender auf den Weg zum Arbeitsplatz und ins Büro mitnehmen, was über UKW nicht möglich war.
Auch Antenne Frankfurt ist ab sofort über DAB+ zu hören und erreicht somit technisch erstmals alle Menschen im Rhein-Main-Gebiet, während das UKW-Sendernetz hier noch große Lücken aufweist.
Der schleswig-holsteinische Privatsender R.SH ist ebenfalls seit dem vergangenen Jahr im Großraum Hamburg via DAB+ zu hören, wo er nicht zuletzt die Pendler versorgt.
In Baden-Württemberg sind acht bislang auf UKW nur lokal und regional empfangbare Wellen nun in weiten Teilen des Landes über DAB+ im landesweiten Multiplex zu hören.


Großes Interesse an Kapazitäten in Bayern
Die Vielfalt an privaten Sendungen, die über DAB+ zu empfangen sind, wird in den kommenden Monaten und Jahren auch in Bayern weiter wachsen. Laut einer Umfrage der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) unter UKW-Lokalradios haben mindestens acht Programmanbieter Interesse, ihr Programm auch über DAB+ zu verbreiten. Mehrere von ihnen sind sogar bereit, ein neues, zusätzliches Programm digital-terrestrisch zu starten. In Bayern kommt den Privatsendern auch die Bereitstellung von Fördermitteln zugute: In den Haushalten sind für 2017/2018 insgesamt 1,5 Millionen Euro für die Verbreitung über DAB+ vorgesehen plus zusätzlicher Fördermittel der BLM.


Regionale Auseinanderschaltung auch bei DAB+ möglich
In Sachsen-Anhalt haben die landesweiten Veranstalter Radio SAW und Radio Brocken bereits die Chancen der Digitalisierung erkannt: Mit 89.0 RTL, Rockland Sachsen-Anhalt, 1A Deutsche Hits und 89.0 RTL In the Mix strahlen insgesamt vier Ableger ihrer Hauptprogramme über DAB+ aus. Radio SAW erprobt darüber hinaus erstmals die von UKW bekannte regionale Auseinanderschaltung seines Programms auch über DAB+. Möglich macht dies eine Technologie namens Bitratenmanagement. Hierbei werden die zur Verfügung stehenden digitalen Kapazitäten (im Fachjargon: Capacity Units – CU) so aufgeteilt, dass auch regionalisierte Nachrichten oder Werbespots über DAB+ verbreitet werden können. Der Hörer kann hierbei die „richtige“ Regionalversion an seinem DAB+ Gerät auswählen.


Zweiter Bundesmux erhöht das bundesweite Angebot um weitere 16 Privatradios
In diesem Jahr soll ein zweiter nationaler Multiplex das bundesweite Angebot an Privatradios um weitere bis zu 16 attraktive Hörfunkprogramme steigern. Zusammen mit den Sendern im ersten Multiplex wären dann 25 private Hörfunkprogramme bundesweit über DAB+ empfangbar. Im Dezember haben die Landesmedienanstalten die Ausschreibung für den zweiten Bundesmux veröffentlicht. Interessierte Plattformbetreiber können Bewerbungen bis zum 24. Februar 2017 an die zuständige Landesmedienanstalt, die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), richten.


Lokale, finanzierbare Multiplexe: Small Scale
2017 könnten zudem neue lokale Multiplexe privaten Radiosendern auch in finanzieller Hinsicht eine weitere attraktive Einstiegsmöglichkeit ins digital-terrestrische Radio bieten. Möglich machen es so genannte Small Scale DAB-Lösungen: Auf Basis von Open-Source Software können Lösungen im Kleinleistungsbereich zu niedrigen Kosten realisiert werden.  Radioveranstalter könnten bereits zu Verbreitungskosten ab gerade einmal 200 Euro monatlich in die digitale Terrestrik einsteigen, wie potentielle Betreiber solcher Multiplexe vorrechnen. Geplant sind derartige Ensembles unter anderem in Leipzig und München, Interessenten gibt es auch in Köln, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. 


Vorsitzender des Vereins, Dr. Willi Steul: Fördermittel durch Politik
„Wir freuen uns, dass immer mehr kommerzielle Radioveranstalter die Vorzüge des Digitalradios DAB+ kennen und schätzen lernen“, freut sich Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland und Intendant von Deutschlandradio. „Mit zunehmender Verbreitung von Digitalradio-Empfängern in den Haushalten wächst der Druck auf Privatradios, ihre Programme auch über DAB+ zu verbreiten. Denn wer einmal die Vorzüge von DAB+ kennen gelernt hat, kehrt in der Regel nicht mehr zu UKW zurück“.

An die Politik appelliert der Vorsitzende des Vereins Digitalradio Deutschland nochmals privaten Veranstaltern den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern: „Kommerzielle Hörfunkanbieter benötigen zur Finanzierung eines Simulcasts von UKW und DAB+ und für digitale Zusatzangebote finanzielle Mittel. Bayern liefert hierfür ein lobenswertes Vorbild. Eine Förderung der Verbreitungskosten der privaten Sender, etwa durch einen Digitalisierungsfonds von Bund und Ländern, durch Erlöse aus der Digitalen Dividende II oder einer technischen Infrastrukturförderung könnte dafür sorgen, dass auch abseits der großen Ballungsräume kommerzielle Radiostationen die Chance auf den Einstieg in die digitale DAB+ Welt haben“.

Kontakt Presse/Medien:
Profil Marketing OHG
Vivien Gollnick (PR)
Humboldtstr. 21
38106 Braunschweig
Tel.: +49 531 387 33 17
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

[12 3 4 5  >>  
Google+