• DAB+ ab Mai: Frühjahrsaktion startet

    ARD, Deutschlandradio, private Anbieter und weitere Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland bewerben im Rahmen eines Aktionszeitraums vom 2. Mai bis 11. Mai gemeinsam den Radiostandard von heute und damit die Freude am Radiohören. Zu den crossmedialen Maßnahmen zählen unter anderem TV- und Funkspots, Print- und Onlinemotive sowie Programmhinweise.

    Die Hörfunkspots setzen einen Schwerpunkt auf den klaren, digitalen Empfang unterwegs, zum Beispiel im Auto oder in der Freizeit unter dem Slogan „DAB+, denn so geht Radio heute.“

    Der Markenclaim lautet: „DAB+. Mehr Radio.“ Anzeigen und Social Media Postings setzen auf prägnante Schlagzeilen, verweisen auf die Webseite dabplus.de sowie auf Kundenvorteile im Rahmen des Aktionszeitraums.

    Gemeinsames Signal

    Mit den mehrmals im Jahr durchgeführten Aktionszeiträumen setzen ARD, Deutschlandradio, private Anbieter und weitere Mitglieder im Digitalradio Deutschland e.V. das gemeinsame Signal, dass der digital-terrestrische Radiostandard DAB+ für den Hörfunk von zentraler Bedeutung ist.

    In den letzten Monaten hat die DAB+ Programmvielfalt weiter zugenommen: Es gibt inzwischen über 200 unterschiedliche regional ausgestrahlte Angebote öffentlich-rechtlicher und privater Anbieter. DAB+ ist auf 97 Prozent der Fläche verfügbar, die Autobahnen sind fast voll ausgebaut. Rund 40 Prozent der Neufahrzeuge verfügen bereits über ein DAB+ Autoradio.

    Media-Analyse Audio: DAB+ Sender im Aufwind

    Die von der ag.ma veröffentlichte Media-Analyse (ma 2018 Audio I) belegt die wachsende Relevanz digital verbreiteter Programme (DAB+ und IP). Dies ist ein wichtiges Signal für die werbetreibende Wirtschaft.

    Klassik Radio erreicht nun 5,8 Millionen Menschen in Deutschland (WHK, Mo-So) und ist mit 314.000 Hörern pro Durchschnittsstunde (einem Plus von 35,9 %) einer der erfolgreichsten Klassik-Sender. Klassik Radio setzt auf die Digitalisierung des Hörfunks und hat zuletzt UKW Frequenzen zugunsten einer nationalen DAB+ Verbreitung zurückgegeben.*

    Erstmals in der Media-Analyse wurde das Programm Absolut relax ausgewiesen. An einem normalen Werktag hören bereits 210.000 Menschen das national digital verbreitete DAB+ Programm. In der durchschnittlichen Stunde schalten 33.000 Menschen den Sender ein.

    Die DAB+ Radiokombi Deutschland, die neben Absolut relax und Schlagerparadies auch noch das bundesweit verfügbare Schwarzwaldradio und die regionalen DAB+-Programme lulu.fm, Absolut HOT und Kultradio umfasst, gewinnt knapp 24 Prozent hinzu und kommt auf 114.000 Hörer pro Durchschnittsstunde*.

    *Quelle:  MA 2018 Audio I, Hörer pro durchschnittliche Sendestunde Mo-Fr

     

    Über uns: Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

     

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

     

  • Norwegen: Starkes Wachstum für neue DAB+ Programme

    Wer als neuer Akteur ins Radiogeschäft einsteigt und dabei auf den Radiostandard DAB+ setzt, kann von der Digitalisierung des Rundfunks profitieren. Das zeigen aktuelle Zahlen aus Norwegen, die der Weltverband WorldDAB auf den Radiodays Europe in Wien veröffentlichte. Nur drei Monate nach dem Umstieg von UKW in Norwegen, machen die neuen DAB+ Programmangebote bis zu einem Drittel der Radionutzung aus.

    98 Prozent der Hörer sind dem Radio treu geblieben und haben den „digitalen Umstieg“ mitgemacht. Sie kauften sich DAB+ Empfänger oder hören Radio jetzt über IP, meldet WorldDAB. Eine detaillierte Übersicht ist unter www.radiodso.com abrufbar.

    Mit dem Übergang vom analogen zum digitalen Rundfunk ist die Zahl der nationalen Radiostationen in Norwegen von fünf (2016) auf 31 (2017) gestiegen. Im letzten Jahr wurden rekordverdächtige zwei Millionen DAB+-Geräte verkauft. Das sind dreimal so viele DAB+ Radios wie in normalen Jahren. Norwegen hat 5,2 Millionen Einwohner.

    „Die norwegischen Rundfunkanstalten haben die Umstellung von UKW auf DAB+ nicht durchgeführt, um Zuhörer kurzfristig zu gewinnen, sondern um sie auf lange Sicht zu halten und dem Radio eine digitale Zukunft zu ermöglichen“, sagte Ole Jørgen Torvmark, CEO von Digital Norway.

     

    Über uns: 
    Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

     

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

     

DAB+ in 2016 so stark wie noch nie // Spitzenverkäufe bei DAB+ Radios // Netzausbau sorgt für zusätzliche Programmvielfalt

on Mittwoch, 21 Dezember 2016.

 

Das digital-terrestrische DAB+ Radio ist im Markt angekommen und setzt sich immer stärker durch. Dies belegen nicht zuletzt aktuelle Ergebnisse aus der Marktforschung: So nutzen knapp 14% der Bevölkerung DAB+ regelmäßig, das sind fast zehn Millionen Menschen  (9,53 Mio. Personen ab 14 Jahren) und damit 2,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der verbauten DAB+ Autoradios von zwei auf drei Millionen.

Laut GfK weist der jährliche Absatz von DAB+ Geräten in Deutschland erfreuliche Steigerungsraten auf. Bis zum Jahresende werden rund 1,1 Millionen DAB+ Radios ihre Käufer gefunden haben, so die Erwartungen der Händler. Von Januar bis Oktober 2016 wurden bereits 726.000 Geräte verkauft.

Schneller Netzausbau
Zum Erfolg von DAB+ beigetragen hat vor allem der Netzbetreiber Media Broadcast mit einem zügigen Ausbau beim bundesweiten Multiplex mit vier Programmen des Deutschlandradio und neun privaten Programmen. Die bis Jahresende abgeschlossene Stufe ist der Netzbetreiber mit den Programmanbietern seit Sommer 2015 angegangen. Nachdem das nationale Netz von 61 auf 110 Senderstandorte ausgebaut wurde, ist DAB+ Anfang 2017 bundesweit auf 95 Prozent der Fläche verfügbar, die Autobahnen sind mit 98 Prozent versorgt. Mit dem Netzausbau werden die Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Abdeckung nicht nur erfüllt, sondern teils deutlich übertroffen. Auch die regionale Versorgung mit DAB+ wurde 2016 ausgebaut. Die ARD-Landesrundfunkanstalten schalteten zahlreiche zusätzliche Sendeanlagen auf und schlossen damit Versorgungslücken.

Nationale und regionale Programmvielfalt
Seit September verstärkt Schwarzwaldradio als erstes offizielles Ferienradio das Angebot im bundesweiten Programmensemble. In den regionalen Multiplexen bereichern neue „digital only“ Programme mit innovativen Formaten und Musikfarben das Angebot. In Hessen und Hamburg ging mit ERF Pop ein Programm mit vorwiegend christlicher Pop- und Rockmusik auf Sendung. In München sind bis zu 50 regionale Programmangebote auf DAB+ verfügbar. NDR und MDR brachten in diesem Jahr exklusive DAB+ Programme auf den Weg. NDR Plus, das norddeutsche Schlagerradio, sendet rund um die Uhr das Beste aus 50 Jahren Schlagergeschichte. Die MDR Schlagerwelt ist seit September in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über DAB+ empfangbar.

Immer mehr UKW-Anbieter, die neu auf DAB+ verfügbar sind, schätzen den digitalen Radiostandard als zusätzlichen Verbreitungsweg, weil sie so ihre technische Reichweite steigern. So kann beispielsweise Antenne Mainz aus Rheinland-Pfalz nun auch Hörer und Pendler auf dem Weg zur Arbeit im ganzen Rhein-Main-Gebiet erreichen, ebenso ist Radio Schleswig-Holstein (R.SH) per DAB+ ab sofort flächendeckend im gesamten Großraum Hamburg zu hören. Mit Radio SAW aus Sachsen-Anhalt erprobt erstmals ein kommerzieller Sender die regionale Auseinanderschaltung seines Programms auch über DAB+.

DAB+ effizienter und günstiger als UKW
In Bayern macht die Regionalisierung von DAB+ große Fortschritte. Eine Neuordnung im Multiplex sieht im Kern eine Stilllegung des bisher landesweit einheitlichen Bouquets im Kanal 10D vor. An dessen Stelle sollen sieben Regionalmuxe in ganz Bayern treten. Diese werden einerseits vom Bayerischen Rundfunk (BR) für die jeweilige Bayern 1-Regionalversionen sowie Bayern 2 Nord oder Süd genutzt. Andererseits sollen hierüber lokale, regionale und landesweite Privatradios verbreitet werden. Die ersten drei Regionalmuxe sind in diesem Jahr in Franken gestartet, bisher nur mit Programmen des BR. Landesweite Sender wie Kultradio oder Radio Galaxy sollen künftig in diesen Multiplexen verbreitet werden, dabei sollen die Verbreitungskosten gegenüber dem landesweiten Kanal 10D sogar sinken. 

Erstes Smartphone mit DAB+
Meilensteine gab es aber auch im Endgeräte-Sektor: Mit dem LG Stylus 2 ging in diesem Jahr das erste Smartphone mit eingebautem DAB+ Radio an den Start. Einher ging die Markteinführung mit dem Start hybrider Radio-Apps, die je nach Verfügbarkeit automatisch zwischen den Verbreitungswegen DAB+ und Internet hin- und herschalten oder das lineare Audioprogramm mit zusätzlichen Internetinhalten verknüpfen. Der Vorteil: Smartphone-Nutzer können digitale Radioprogramme kostenlos und ohne Internet-Datenverbrauch genießen.

Kommende Dynamik mit zweitem Bundesmux
„Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: DAB+ ist nicht mehr aufzuhalten. Wer heute noch am Erfolg von Digitalradio DAB+ zweifelt oder die Technologie schlechtredet, agiert ausschließlich aus taktischen Gründen“, resümiert Dr. Willi Steul, Vorsitzender des Vereins Digitalradio Deutschland e.V. und Intendant von Deutschlandradio. Er hofft zugleich auf eine weitere Dynamik im neuen Jahr: 2017 könnte ein zweiter bundesweiter Multiplex das Digitalradio-Angebot durch weitere attraktive Spartenprogramme bereichern. Die entsprechenden Kapazitäten haben die Landesmedienanstalten bereits ausgeschrieben.

Politik muss Rahmenbedingungen für Migration zu DAB+ schaffen
An die Politik appelliert Dr. Steul, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die positiven Prozesse fortsetzen. „Dazu gehört beispielsweise, dass frei werdende UKW-Frequenzen nicht wieder neu vergeben werden dürfen. Ferner muss die Politik privaten Programmanbietern durch gezielte Fördermaßnahmen die Chance für neue Programme über DAB+ eröffnen, neben der Finanzierung des Simulcasts für existierende UKW-Angebote. Die Länder Schweiz und Norwegen zeigen eindrucksvoll, wie eine Migration von analogem zu digitalem Radio gelingen kann, wenn alle Marktakteure – private und öffentlich-rechtliche Programmveranstalter, Netzbetreiber und die Geräteindustrie – mit der Politik an einem Strang ziehen.“

Norwegen beginnt als erstes europäisches Land ab Januar 2017 mit dem Ausstieg aus der analogen UKW-Technik, in der Schweiz sollen ab 2020 die UKW-Sendernetze abgeschaltet werden. 
Der Vorsitzende des Digitalradio Vereins Deutschland fordert eine Gleichbehandlung von digitalem Radio und digitalem Fernsehen: „Nach der Abschaltung der Mittel-, Lang- und Kurzwellensender sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass in Deutschland verkaufte Radiomodelle weiter eine Zugangsmöglichkeit zu allen terrestrisch verbreiteten Hörfunkprogrammen besitzen. Das ist nur möglich, wenn  Radiogeräte verpflichtend einen Multinorm-Empfangschip für UKW und DAB+ besitzen. Nur dadurch entsteht ein diskriminierungsfreier Zugang zu allen auch digital über Antenne verbreiteten Angeboten.“

Kontakt Presse/Medien:
Digitalradio Büro Deutschland
Tel.: +49 30 8503 6841
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

WorldDAB Forum in Wien: Regierungen aus Europa erläutern gemeinsame Pläne ihrer Vision von Digitalradio

on Donnerstag, 10 November 2016.

  • Über 200 Teilnehmer der WorldDAB Versammlung  in Wien
  • Politische Vertreter diskutieren mit Europäischer Kommission Pläne für die Zukunft des Radios
  • Rundfunkanbieter präsentieren Beispiele für Programm und Geschäftsmodelle
Minister, Rundfunkanbieter, Regulierer und Industrie versammelten sich heute in Wien, um eine gemeinsame Vision über die Zukunft von Digitalradio zu erläutern.  Neben Vertretern von Politik und Regulierungsbehörden aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und der Slowakei  beteiligte sich auch die Europäische Kommission an der Diskussion über die Zukunft des Digitalradios und die Einführung von DAB in europäischen Schlüsselmärkten.

In den Monaten vor der weltweit ersten digitalen Umstellung in Norwegen hat sich DAB als zukünftiger Standard für Radio quer durch Europa und Australien etabliert. 56 Prozent der europäischen Bevölkerung können bereits DAB-Services empfangen.

„DAB gewinnt kontinuierlich an Stärke und wir haben heute sehr deutliche Bekenntnisse von den Regierungen auf Länderebene gehört“, erklärt Patrick Hannon, Präsident des WorldDAB-Forums. „Eine wachsende Anzahl an Stimmen fordert nun eine aktivere Unterstützung seitens der Europäischen Kommission. Insbesondere, dass Empfangsgeräte gleichzeitig FM- und DAB-fähig sein sollen. Von einem derartigen Schritt würden sowohl neue als auch bereits entwickelte Radio-Märkte gleichermaßen profitieren.“

Mit der Überschrift „Neue Inhalte – Neue Märkte“ fokussierte die Generalversammlung auf neue Hörermärkte und neue Geschäftsmodelle durch digitales Radio. Referenten berichteten unter anderem über Absolute Radio in Großbritannien, das seine Hörerschaft durch Digitalradio verdoppelt hat, weiters über die neu gegründete niederländische Radiogruppe Newco sowie über die Wireless Group (kürzlich von News Corp erworben), die beide auf DAB+ als Herzstück ihrer digitalen Strategie setzen. Ebenso präsentierte sich die Radiostation Angel Radio in Großbritannien, der die Umstellung auf Digitalradio dank lokalem DAB-Multiplex gelang.

In den Keynotes am heutigen Donnerstagvormittag sprachen folgende Referenten vor einem internationalen Publikum aus rund 200 Branchenexperten über die Zukunft des Digitalradios und der Notwendigkeit von Zusammenarbeit:

Heike Raab, Staatssekretärin für Bundes- und Europaangelegenheiten, für die Bereiche Medien und Digitales des Landes Rheinland-Pfalz.
„Die Zukunft des Radios ist digital! Aufgrund der vielen Vorteile, die durch DAB entstehen, ist der digitale Switch-over nur eine Frage der Zeit. Die Simulcast-Phase muss so kurz wie möglich und so lange wie notwendig sein.“

Line Langnes, Senior Legal Adviser und Projektmanager, Norwegian Media Authority, Norwegen:
“Die Digitalisierung von Radio macht es Rundfunkunternehmen möglich, mehr Inhalte anzubieten. Wie aktuelle Umfragen zeigen, steigen Reichweite und Marktanteile von Digitalradio in Norwegen kontinuierlich. Unser Fokus liegt nun darauf, gut über den Umstieg zu informieren und was dafür gemacht werden muss. Im Speziellen geht es uns um Autofahrer, die ihre Fahrzeuge umrüsten müssen.”   

Patrice Gélinet, Vorstandsmitglied des Hohen Rates für audiovisuelle Medien (CSA), Frankreich:
„In den nächsten Monaten und Jahren werden zusätzliche Ausschreibungen folgen, das bedeutet, dass 2023 die gesamte französische Bevölkerung DAB empfangen kann. Der Erfolg von DAB bei unseren Nachbarn zeigt den Appetit der Industrie und der Hörer auf digitalen Hörfunk. Über die bekannten technologischen Vorteile hinaus beweisen die Vielfalt, die Vielseitigkeit und das Bekenntnis der Stakeholder im Radio-Ökosystems, dass DAB ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft des Radios in Europa und somit auch in Frankreich ist.“

Viliam Podhorský, Direktor der elektronischen Kommunikationsabteilung im Ministerium für Transport, Bauwesen und regionale Entwicklung (MDVRR  SR), Slowakei:
„Der Umstieg von analogem zu digitalem Rundfunk repräsentiert einen maßgeblichen Technologiewandel, für dessen Erfolg die enge Zusammenarbeit mit anderen Ländern ausschlaggebend sein wird. Ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung in der Slowakei ist die Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Anreize für Rundfunkanbieter enthalten. Dabei soll sichergestellt werden, dass analoge und digitale Bedeckung gleich groß sind, Inhalte mit Mehrwert zur Verfügung gestellt werden und dass alle  Beteiligten an dem Prozess aktiv mitwirken.“

Andreas Geiss, Abteilungsleiter – Radio Spectrum-Politik, DG CONNECT, Europäische Kommission:
„Wir sind an einer Modernisierung der Hörfunkübertragungsnetze interessiert und freuen uns, dass sich der Markt für DAB+, genauso wie für Internetradio, weiterentwickelt. Wir haben DAB bereits in unsere Standards aufgenommen, die alle Mitgliedsstaaten unterstützen sollten.  Ein Eingreifen auf EU-Ebene muss den Grundsatz der Subsidiarität berücksichtigen und einen Mehrwert schaffen. Egal, welche Handlung wir setzen, wir müssen sicherstellen, dass der Konsument bei Service und Preis wählen kann. Wir fordern Rundfunkanbieter, Autohersteller und Telekomindustrie auf, zusammenzuarbeiten.“  

Weitere Beiträge boten Einblicke in entwickelte Märkte, die sich im Übergang von analog zu digital befinden, sowie in laufende Fortschritte der DAB-Aufbauländern. Darüber hinaus wurden Analysen über den Automotive-Bereich und den weltweiten Geräteverkauf präsentiert.  

Aktuelle Statistiken zeigen, dass der Einsatz von DAB in Fahrzeugen stetig steigt. Fast alle Autohersteller bieten nun DAB-Radio entweder als Standard oder als optionalen Premiumdienst an. Da die ersten Länder UKW abschalten werden, ist es für Autohersteller immens wichtig, alle Fahrzeuge auf DAB umzurüsten.

Beim gestrigen „WorldDAB Award for Outstanding Service“ wurde Reiner Müller, technischer Leiter der Bayrischen Landeszentrale für Neue Medien, BLM, ausgezeichnet. Er wurde für seinen Enthusiasmus und unermüdlichen Einsatz im Sinne der Zusammenarbeit geehrt, die für eine erfolgreiche Entwicklung von DAB in Deutschland erforderlich ist.

Audio-Material und Präsentationen von ausgewählten Sitzungen sind auf Anfrage erhältlich.

Über WorldDAB
Der weltweite Branchenverband WorldDAB hat das Ziel, DAB Digitalradio zu etablieren und zu fördern. Durch die Vernetzung von Vertretern der Radiobranche stellt WorldDAB Wissen und Expertise zur Verfügung, das Ländern hilft, Digitalradio erfolgreich einzuführen und umzusetzen.

Unsere rund 1000 Experten aus mehr als 90 Mitgliedsorganisationen decken 27 Länder quer über den Globus ab, darunter öffentliche und private Rundfunkanstalten, Regulatoren, Netzwerkbetreiber, Geräte- und Chip-Hersteller sowie die Automobil-Industrie.

Zusammen gestalten wir die Zukunft des Radios, bieten Beratung und maßgeschneiderte Lösungen für alle Aspekte des Übergangs von analogem zu digitalem Radio.

Pressekontakt:
Darren Willsher

Leiter der Kommunikation
WorldDAB

+44 20 7010 0743
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

@WorldDAB

Deutschland kann von DAB+ Entwicklung im Ausland profitieren / Kooperation und Vielfalt bringen Digitalradio in Europa voran

on Freitag, 28 Oktober 2016.

Der Übertragungsstandard Digitalradio DAB+ sieht einer erfolgreichen Zukunft in Deutschland entgegen, wenn die Marktteilnehmer mit vielseitigen Programmangeboten im Wettbewerb stehen und sich dennoch gemeinsam für den effizienten Übertragungsweg DAB+ einsetzen. Das ist das Ergebnis des Panels auf den Medientagen München „DAB+ International: Was Deutschland von Europa lernen kann.“

Steve Parkinson, Group Managing Director Bauer Media UK: „In Großbritannien hat Bauer über 40 private digitale Programmangebote, die sich bereits refinanzieren. Zum ersten Mal seit 15 Jahren übersteigt die Reichweite der privaten Anbieter die der öffentlich-rechtlichen Programme. Dies war nur mit Digitalradio DAB möglich.“

Parkinson fasst das britische Erfolgsrezept zusammen und empfiehlt diese Strategie für weitere Märkte:

1. Eine einheitliche Position zum Übertragungsweg DAB+, aber Wettbewerb über die Programminhalte

2. Einheitliche, klare Marketing-Botschaften an die Hörerinnen und Hörer

3. Einen zügigen Netzausbau

4. Kreative Programmangebote von starken Marken, die die Hörerinnen und Hörer schätzen

Jacqueline Bierhorst, Direktor Digitalradio.nl: „In den Niederlanden beendet Digitalradio DAB+ die UKW-Frequenzknappheit und verhilft dem Privatfunk zu neuen Angeboten. Seit über fünf Jahren suchen wir den engen Schulterschluss, auch mit den Produzenten und den Autoherstellern. Politik, Programmveranstalter, Netzbetreiber und Hersteller setzen gemeinsam auf DAB+. Für uns gibt es kein Zurück mehr zu UKW.“

Marcel Regnotto, BAKOM Schweiz: „Während in Großbritannien inzwischen fast 50% des Radiohörens digital erfolgt, hat die Schweiz diese Schwelle bereits mit 53% überschritten. Die Schweiz setzt auf die Kooperation und den Konsens aller Marktbeteiligten. Dazu gehört auch die Förderung der privaten Anbieter, um während der Simulcastphase deren finanzielle Belastung zu mindern.“

Patrick Hannon, Präsident von WorldDAB: „DAB+ wächst stark in Europa. Dies zeigt die Akzeptanz von Digitalradio in Großbritannien, der Schweiz, Dänemark und den Niederlanden. Deutschland, Frankreich, Italien und Belgien sind auf einem sehr guten Weg. In Norwegen wird 2017 UKW schrittweise abgeschaltet. Aus internationaler Sicht ist das Signal klar: DAB+ ist der künftige Radiostandard.“

Die Panelteilnehmer aus Deutschland, Helwin Lesch (Bayerischer Rundfunk), Willi Schreiner (Digitalradio Deutschland GmbH) und Dr. Willi Steul (Deutschlandradio) sehen nun auch die Regulierung am Zug: Die Verlängerung von UKW-Frequenzen im Ausland sei häufig an einen Simulcastbetrieb über DAB+ gekoppelt und auslaufende UKW-Frequenzen würden bewusst nicht mehr vergeben.

Im Ergebnis der Paneldiskussion ist Planungssicherheit für Veranstalter, Netzbetreiber und Produzenten wichtig. Nur so könne eine Investition in DAB+ langfristig von kommerziellen Anbietern refinanziert werden.

Damit der Umstieg ermöglicht werden kann, seien Förderszenarien für private Anbieter denkbar, um die höheren Übertragungskosten während des Simulcastbetriebs zu mindern.

Die Panelteilnehmer begrüßen die Gespräche der Länder und der Bundesregierung mit dem zuständigen EU-Kommissar Oettinger zu den sogenannten Multi-Norm-Radiogeräten. Eine verpflichtende Ausstattung von Radiogeräten, die neben UKW auch DAB+ empfangen können, würde der digitalen Hörfunkverbreitung den notwendigen Schub geben.

Die Veranstaltung fand auf Einladung des Digitalradio Büros Deutschland statt.

Über uns
Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von Digitalradio in Deutschland. Weitere Informationen unter: digitalradio.de


Kontakt Presse/Medien:
Profil Marketing OHG
Vivien Gollnick (PR)
Humboldtstr. 21
38106 Braunschweig
Tel.: +49 531 387 33 17
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

<<  8 9 10 11 12 [1314 15 16  >>  
Google+