• Neue DAB+ Kampagne und Markenführung: Digitalradio Verein Deutschland zieht äußerst positive Bilanz

    Mit enormen Gesamtreichweiten in TV, Radio und im Netz ist die am 2. Mai gestartete und breit angelegte neue crossmediale DAB+ Marketing-Kampagne unter dem Motto „So klar, als wär ich da“ zu Ende gegangen. Absender waren Mitglieder des Digitalradio Vereins Deutschland, also ARD, Deutschlandradio und private Radioveranstalter. Die Kampagne ist die bisher reichweitenstärkste seit der Einführung von DAB+ vor sechs Jahren so die positive Bilanz des Vereins. Die ARD hatte im Auftrag des Vereins die Gestaltungselemente entwickelt.

    Kampagne: TV, Radio und Netz
    Die Kampagne stellt das Hörerlebnis im Radio in den Mittelpunkt. Sie greift typische Hörsituationen auf und unterstreicht die Freude am Radiohören. Der Claim „So klar, als wär ich da“ betont zentrale Vorteile von DAB+: die regionale Programmvielfalt und der klare, digitale Klang.
    Der neue TV-Trailer wurde im Ersten und in den Dritten Programmen sowie online auf den Webseiten der Programmanbieter präsentiert. Vielfältige Hörfunkspots und deren Adaptionen wurden auf Werbe- und Trailerplätzen bei den ARD-Landesrundfunkanstalten sowie im Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und auf Deutschlandfunk Nova eingesetzt.
    Auch private Anbieter wie Absolut Relax, ENERGY, Schwarzwaldradio und sunshine live stützten die Kampagne mit einer Übernahme oder Adaption der Spot-Motive im Radio und mit Bildmotiven auf ihren Webseiten. Flankiert wurde die gemeinsame Kampagnenphase von Aktivitäten im Netz und auf Social Media Kanälen.
    Anfang Mai ging ebenfalls die Kampagnenseite www.dabplus.de online, auf der der TV-Trailer zu sehen ist. Sie bietet einen Überblick über die Vorteile von DAB+ und leitet weiter auf www.digitalradio.de, wo wie bisher eine DAB+ Geräteübersicht, Ausstattungsvarianten für das Auto sowie die aktuelle Empfangsprognose aufrufbar sind.

    Markenführung: Hersteller und Handel eingebunden
    Mit der Kampagne wurde auch ein neuer Markenauftritt eingeführt. Die neu geschaffene, ikonographische Wort-Bild-Marke in Form eines Radios erklärt zusammen mit dem Claim „Mehr Radio“ universell verständlich und einfach erkennbar, wofür der technische Standard DAB+ steht.
    Die Akzeptanz von Handel, Herstellern und Branchenverbänden ist hoch: Die im Verein vertretenen Hersteller Technisat, Dual und Pure sowie weitere Produzenten haben angekündigt, das neue Logo ab der diesjährigen IFA auf Produktverpackungen und in der Endkundenkommunikation zu übernehmen. DAB+ erhält im Fachhandel ein frisches, modernes Gesicht: Mit neu gestalteten Werbe- und Infomaterialien laufen Schulungsmaßnahmen im Einzelhandel, um am Point of Sale Kundinnen und Kunden optimal zu beraten.

    Die im Verein vertretenen öffentlich-rechtlichen und privaten Programmanbieter nutzen die neue Markenführung in On Air, Off Air und Online-Aktivitäten zu DAB+.

    Drei Aktionszeiträume in 2017
    In diesem Jahr sind zwei weitere Aktionszeiträume für DAB+ fest vereinbart: Vor der IFA und zum Weihnachtgeschäft wollen die Marktteilnehmer erneut ihre Reichweiten bündeln und für das digital-terrestrische Radio werben. Dann werden die vorgestellten Kampagnenmotive erneut aufgegriffen.

    Mit ihrer Initiative setzen die Vereinsmitglieder das gemeinsame Signal, dass der digital-terrestrische Radiostandard DAB+ für die Zukunft des Hörfunks von zentraler Bedeutung ist.

    Fast 57 Millionen Hörerinnen und Hörer schalten deutschlandweit täglich das Radio ein, was rund 78 Prozent der Bevölkerung entspricht. Das nationale DAB+ Angebot ist inzwischen auf 96 Prozent der Fläche verfügbar und jeder siebte Einwohner über 14 Jahren hört DAB+ Radio. Über 21 Prozent der Neufahrzeuge verfügen bereits über ein DAB+ Autoradio.

    Download für alle Marktteilnehmer
    Die Elemente des neuen Markenauftritts werden Rundfunkanbietern, Herstellern und Handel zur eigenen Bewerbung von DAB+ zur Verfügung gestellt: www.digitalradio.de/index.php/de/haendlerbereich

    Kontakt Presse/Medien:
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
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  • DAB+ Aktion "So klar, als wär ich da" startet bundesweit Ab 2. Mai crossmediale Werbekampagne für das digitale Antennenradio

    Unter dem Motto "So klar, als wär ich da" startet die ARD am 2. Mai zusammen mit Deutschlandradio und weiteren Partnern eine bundesweite Marketingkampagne für DAB+. Dazu gehören TV-Spots, die im Ersten und in den Dritten Programmen sowie auf zahlreichen Online-Kanälen gezeigt werden. In den ARD-Hörfunkwellen, bei Deutschlandradio und privaten Rundfunkanbietern werden verschiedene Radiospots gesendet. Hinzu kommen Print- und Online-Motive sowie die neue Internetseite www.dabplus.de, auf der die neue Kampagne zu sehen und zu hören ist. Der einheitliche Gesamtauftritt ist der umfangreichste seit Einführung von DAB+ vor sechs Jahren.

    Ziel des dreiwöchigen Aktionszeitraums bis 21. Mai ist es, DAB+ bekannter zu machen. Die Kampagne stellt das Hörerlebnis im Radio in den Mittelpunkt. Sie zeigt typische Hörsituationen und die Freude am Radiohören.

    Fast 57 Millionen Hörerinnen und Hörer schalten deutschlandweit täglich das Radio ein, das sind rund 78 Prozent der Bevölkerung. Dabei hören über 38 Millionen Menschen im Durchschnitt von Montag bis Freitag täglich 105 Minuten Programme der ARD-Hörfunkwellen.

    Mit der Kampagne wird auch ein neuer Markenauftritt von DAB+ eingeführt. Ein Logo in Form eines stilisierten Radios zeigt zusammen mit dem Claim "Mehr Radio", wofür der technische Standard DAB+ steht. Bei den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig werden vom 2. bis 4. Mai die neue Marke und die Kampagne neben den On-Air und Online-Maßnahmen erstmals öffentlich präsentiert. Das neue Logo für DAB+ wird auch von Geräteherstellern und Händlern unterstützt, denen die Elemente des neuen Markenauftritts für eigene Werbemaßnahmen zur Verfügung stehen.

    Zur Internationalen Funkausstellung in Berlin wird es im Hörfunk der ARD, wie bereits im vergangenen Jahr, einen bundesweiten Aktionstag DAB+ geben, bei dem Experten über Programminhalte und Technik des digitalen Antennenradios informieren werden. Eine weitere Kampagnenphase für DAB+ ist gemeinsam mit beteiligten Marktpartnern in der Vorweihnachtszeit geplant.

    Die Kampagnenmotive und das neue DAB+ Logo können unter www.ard-foto.de abgerufen werden.

    Pressekontakt:
    Steffen Grimberg
    ARD-Sprecher
    Tel.: 0341 - 300 6431
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

DAB+: Bund und Länder gemeinsam für den Erfolg von Digitalradio / Auswahlentscheidung zum zweiten Bundesmux im Juni / DAB+ Autoradios immer beliebter

on Donnerstag, 09 März 2017.

Nach der Vorstellung des Aktionsplans zur weiteren Entwicklung von DAB+ in Deutschland durch das Digitalradio Board der Bundesregierung setzen sich Bund und Länder weiter entschlossen für den Erfolg des Radiostandards DAB+ ein.

DAB+ werde sich in den nächsten 12 Monaten sehr dynamisch entwickeln, so der Tenor der Veranstaltung „DAB+ im Dialog: Die Erfolgsfaktoren 2017“, die am 7. März auf Einladung des Digitalradio Vereins Deutschland in Berlin stattfand. Auf hochkarätig besetzten Panels diskutierten Teilnehmer über zentrale Erfolgsfaktoren pro DAB+: erstens geeignete politische Rahmenbedingungen, zweitens die zu erwartende zusätzliche nationale Programmvielfalt über den zweiten Bundesmux sowie drittens DAB+ mobil, also digitales Radiohören im Auto. 

Bund und Länder gemeinsam für DAB+: „Weg von den Sorgen, hin zum Vertrauen!"

In ihrer Keynote erklärte Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dass mit dem vorgelegten „Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ ausreichend Rückenwind vorhanden sei für die weitere Beratung durch die Rundfunkkommission der Länder am 15. März. Ziel sei es, mit der Digitalisierung die Chancen für das Medium Radio auch in der digitalen Welt zu erhalten, vor allem „mehr Vielfalt und auch mehr Wettbewerb, der die Balance im dualen Rundfunksystem bewahrt", so Bär. Sie wies Kritik durch den Branchenverband VPRT zurück: „Radioempfänger sollen in der Lage sein digitale Signale zu empfangen. Wir haben einen Vorschlag entwickelt, der technologieneutral auf eine digitale Schnittstelle abzielt und DAB+ nicht einseitig bevorzugt. Die Gegenargumentation des Verbands ist nicht stringent.“

Ihre Kollegin Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und in Europa, für Medien und Digitales, unterstrich die Beteiligung der Länder an der Digitalisierung des Hörfunks: Für sie stehen die sogenannte Smart-Radio-Regelung und ein Moratorium für die Vergabe frei werdender analoger Übertragungskapazitäten im Zentrum der Beratungen. „Wir wollen weg von den Sorgen und hin zum Vertrauen!“, kündigte sie in ihrer Keynote an, auch mit Blick auf die Bedenken einiger Privatradios. Der Aktionsplan enthält einen Passus, der von der Industrie fordert, ab 2019 nur noch Multi-Norm-Geräte anzubieten, die analoge und digitale Signale empfangen können. Der Aktionsplan regelt ferner den Umgang mit frei werdenden UKW Frequenzen, die künftig nicht neu vergeben werden sollen.

Für den Verein Digitalradio Deutschland fasste dessen Vorsitzender und Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul zusammen: „Gerade der Schulterschluss zwischen Bund und Ländern sowie das große Interesse am zweiten Bundesmux zeigen uns, dass DAB+ auf UKW folgen wird. Wir lassen uns auch nicht von der Kritik Einzelner aufhalten, besonders weil die Teilnehmer des Digitalradio Boards den Aktionsplan mit nur einer Gegenstimme mit überwältigender Mehrheit beschlossen haben. DAB+ ist im Markt angekommen“.

Roadmap: Schulterschluss aller Marktakteure

Dr. Ulrich Liebenow, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Digitalradio der ARD, erläuterte, welche enorme Kraft der Senderverbund bei DAB+ entfalte, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Ein zügiger Netzausbau sowie Kommunikation und Marketing seien wichtig, ohne Berührungsängste mit den privaten Anbietern. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das zweistufige Modell für den Übergang auf die digitale Hörfunkverbreitung, das die ARD in die Diskussion mit allen Marktteilnehmern eingebracht hat. Die ARD würde ihre Ausbaupläne auf dieser Grundlage weiter umsetzen.

Bayern wird vorhandene Sende-Kapazitäten für den Privatfunk nutzen und mit einer neuen Aufteilung Programmkosten senken. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) gelang es, private und öffentlich-rechtliche Sender in gemischten, regionalen Multiplexen zusammenzuführen. In wenigen Monaten sollen die ersten privaten Programmanbieter aufgeschaltet werden. „DAB+ ist nicht mehr aufzuhalten. Unser Modell ist das fairste, damit Private diesen Weg mitgehen können“, so Schneider.

Wolfgang Breuer, CEO der Media Broadcast, beschrieb, warum das Unternehmen nach dem geplanten Rückzug aus der analogen UKW-Verbreitung nun ganz auf die Digitalisierung des Hörfunks setzt: „Wir werden auch in 20 Jahren noch lineares Radio haben, wir werden in 20 Jahren auch noch über 50 Millionen Fahrzeuge haben. Eine digitale Broadcast-Technologie ist die beste und effizienteste dafür." Breuer kündigte beim ersten Bundesmux für 2017 den Ausbau auf 120 Sendeanlagen an und zeigte sich optimistisch, dass sein Unternehmen auch den Netz- oder Plattformbetrieb des zweiten Bundesmuxes übernehmen könne.

Olaf Hopp vertrat als CEO von Radio Energy die privaten Sender und bekannte sich klar zu DAB+ als Investition in die Zukunft mit starken wirtschaftlichen Perspektiven. Zusammen mit weiteren privaten Anbietern wolle man die Reichweitenforscher der agma zur Weiterentwicklung der Resonanzforschung bewegen, damit digitale Sender besser ausgewiesen werden und damit eine Refinanzierung möglich wird: „Auch neue DAB+ only-Sender müssen eine faire Chance auf dem Markt haben.“

Einigungsgespräche beim zweiten Bundesmux / Regionales DAB+ in Hamburg

Mit Spannung erwartet wurde der Bericht zur neuen Programmvielfalt auf dem zweiten Bundesmux. Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein, informierte in seiner Keynote darüber, dass man in Einigungsgesprächen ausloten wolle, ob die vier Bewerber untereinander Kooperationspotenzial sähen. Spätestens im Juni werde eine Auswahlentscheidung getroffen.

Fuchs freute sich besonders über das Engagement privater Anbieter in Hamburg: So hätten mit Radio Hamburg und Hamburg Zwei weitere Sender Verträge unterschrieben. Inzwischen sei der regionale Privatradio-Multiplex in Hamburg ausgebucht.

DAB+ in Fahrzeugen: Beispiel Großbritannien mit 90 Prozent Serienausstattung

Der dritte Erfolgsfaktor für DAB+ ist die künftige Marktdurchdringung mit DAB+ Autoradios.

Laurence Harrison, Auto-Fachmann von Digitalradio UK, stellte die Erfolgsfaktoren von DAB+ in Großbritannien vor. Er betonte die Bedeutung eines engen Austausches zwischen Programmanbietern und Autoherstellern. Dies gelänge Digitalradio UK sehr gut. Inzwischen sei man auf knapp 90 Prozent Serienausstattung bei Neufahrzeugen gekommen.

Im anschließenden Automotive-Panel plädierte Dr. Volker Schott vom Verband der Automobilindustrie dafür, dass DAB+ in punkto regionaler Netzabdeckung und Programmvielfalt noch interessanter werden müsste, um Autofahrern einen besseren Mehrwert zu bieten.

Für Frank Nowack, bei Ford zuständig in der Entwicklung von Multimedia-Systemen, ist bei einer Kundennachfrage von 30 bis 40 Prozent die Schwelle erreicht, ab der Autohersteller über DAB+ Radios als Serienausstattung nachdächten. Derzeit sind rund 21 Prozent aller deutschen Neuwagen mit DAB+ ausgerüstet. Vor einem Jahr waren es nur rund 14 Prozent.

Johannes Boos, ADAC Hörfunk, plädierte für eine schnelle Integration von DAB+ Radios in Autos, gerade mit Blick auf Reisen ins europäische Ausland: „Wir brauchen Planungssicherheit, daher brauchen wir heute schon Geräte, die alle wichtigen Übertragungsstandards, auch DAB+, abbilden können.“

Carsten Friedrich, Account Direktor der Firma Mediamobile, sieht noch großen Handlungsbedarf beim Thema mobile Datenübertragung über den sowohl DAB+- als auch IP-basierten Standard TPEG: „Es gibt inhaltsstarke Argumente für TPEG, aber sie haben leider bisher nicht das Gehör in der Automobilindustrie“. Man müsste sich mit Hörfunkveranstaltern, Automobilherstellern und Providern dringend an einen Tisch setzen, bevor häufig kostenpflichtige, internetbasierte Konkurrenzprodukte im Bereich Verkehrsinformationen und Telematik das Rennen machen.

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