• Datenbank mit Ausstattungsvarianten online DAB+ macht das Autoradio zukunftssicher

    Klarer, digitaler Empfang – das geht ganz einfach mit DAB+ für das neue Autoradio. Wer auf der Suche nach einem Gebraucht- oder Neuwagen ist, sollte darauf achten, dass das Soundsystem oder Autoradio über DAB+ Digitalradio-Empfang verfügt oder DAB+ nachgerüstet werden kann. Denn DAB+ ist der digitale Nachfolger von UKW, auf den viele Länder in Europa setzen. Eine aktuelle Aufstellung der DAB+ Standardausrüstungen und Optionen im Neuwagen findet sich hier: www.digitalradio.de/index.php/de/dab-im-auto-uebersicht

    Nur mit DAB+ im Auto ist der Radioempfang in ganz Europa gewährleistet, denn mehrere Länder wie Dänemark oder die Schweiz haben vor, das analoge UKW-Band abzuschalten, oder haben bereits, wie Norwegen, die Mehrheit ihrer UKW Sender stillgelegt. Am 25. Oktober hat der Schweizer Bundesrat grünes Licht für den UKW-Ausstieg gegeben. Die Zahl der Staaten, die auf DAB+ setzen und eine UKW Abschaltung planen, wächst. Nachdem Autos langfristige Investitionsgüter sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt beim Neuwagenkauf auf DAB+ zu achten.

    Vollabdeckung auf Autobahnen und zusätzliche Vielfalt

    DAB+ bietet Autofahrern in Deutschland einen deutlichen Mehrwert: Bundesweit sind 13 Radioprogramme durchgehend empfangbar, die DAB+ Netzabdeckung liegt bei 96 Prozent der Bevölkerung. Die Autobahnen sind fast voll versorgt. Im nächsten Jahr steigt das digitale Programmangebot von Flensburg bis Oberammergau um bis zu 16 weitere attraktive Privatsender auf dann knapp 30.

    Hinzu kommen über 150 unterschiedliche regional ausgestrahlte Angebote der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter, Tendenz weiter steigend. Jede Autofahrt kann zur spannenden Radio-Entdeckungsreise werden, weil die Programmvielfalt von Monat zu Monat wächst.

    In nur zweieinhalb Jahren ist Digitalradio DAB+ überall in Deutschland empfangbar. In den wenigen heute noch nicht versorgten Randgebieten schaltet das digitale Autoradio automatisch auf den analogen UKW Empfang um.

    Besserer Klang und zielgenaue Verkehrsinformationen

    Ein DAB+ Autoradio bietet gegenüber UKW einen hörbaren Vorteil: Der digitale Klang ist klar und ohne Rauschen. DAB+ liefert eine deutlich größere Programmvielfalt und überträgt mehr Informationen, als es mit UKW möglich ist. Außerdem können Navigationsgeräte künftig dank des neuen Standards TPEG auf metergenaue und schnelle Verkehrsinformationen zugreifen. Bei DAB+ sind außerdem ohne Zusatzkosten inklusive: Musiktitel, Wettervorhersagen und bei vielen Modellen sogar Albumcover oder Studiofotos.

    DAB+ bietet neue, vielfältige Spartenprogramme, die jeden Geschmack treffen – von Rock bis Dance, von Independent bis Klassik. DAB+ ist wie gewohnt über Antenne empfangbar und braucht keine Internetverbindung. 

    Für Autofahrer ist Internetradio keine Alternative, da dessen Empfang unterwegs häufig instabil ist. Außerdem entstehen hier zusätzliche Verbindungskosten.

    4,6 Millionen Neufahrzeuge mit DAB+-Radios weltweit

    DAB+ im Auto wird weltweit immer beliebter: Im vergangenen Jahr wurden 4,6 Millionen Neufahrzeuge mit DAB+ Radios in Europa und Australien verkauft. Das ist ein Zuwachs von knapp 40 Prozent im Vergleich zu 2015. In Deutschland sind bereits 21 Prozent der Neuwagen mit DAB+ Radios ausgestattet, die einen kostenlosen Empfang über Antenne ohne Internetanbindung ermöglichen.  

     DAB+ Ausstattungsvarianten online prüfen

    Wer DAB+ beim Neuwagenkauf mitbestellt, investiert in ein zukunftsfähiges Autoradio. Fachhändler und Hersteller bieten in Vertragswerkstätten den professionellen Austausch des bestehenden Autoradios durch ein Modell mit DAB+ an. Autofahrer können ihr UKW Radio mit einfach zu installierenden Adapter-Lösungen zu Preisen ab 150 Euro selbst nachrüsten. Voraussetzung hierfür ist ein Zigarettenanzünder für die Stromversorgung. Für fast alle in Deutschland erhältlichen Fahrzeuge gibt es DAB+ als Option, für manche bereits als Serienausstattung.

    Wer sich über DAB+ im Auto informieren möchte, findet eine umfangreiche Übersicht auf der Website www.digitalradio.de/index.php/de/dab-im-auto-uebersicht. Hier sind die DAB+ Ausstattungsoptionen für Neuwagen aller in Deutschland verfügbaren Automarken zu finden – auch mit Preisangaben.

    Über uns: 
    Das Digitalradio Büro Deutschland mit Sitz in Berlin ist eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreibern, die sich zum Ziel gesetzt haben, Digitalradio DAB+ in Deutschland zu etablieren. Das Digitalradio Büro informiert die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung von DAB+ in Deutschland. Der Zugang zum Digitalradio Deutschland e.V. steht allen Marktteilnehmern offen, die sich für DAB+ engagieren. Weitere Informationen zu DAB+ unter: dabplus.de

     

    Kontakt Presse/Medien:
    Carsten Zorger
    Digitalradio Büro Deutschland
    Tel.: +49 30 8503 6841
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

DAB+: Bund und Länder gemeinsam für den Erfolg von Digitalradio / Auswahlentscheidung zum zweiten Bundesmux im Juni / DAB+ Autoradios immer beliebter

on Donnerstag, 09 März 2017.

Nach der Vorstellung des Aktionsplans zur weiteren Entwicklung von DAB+ in Deutschland durch das Digitalradio Board der Bundesregierung setzen sich Bund und Länder weiter entschlossen für den Erfolg des Radiostandards DAB+ ein.

DAB+ werde sich in den nächsten 12 Monaten sehr dynamisch entwickeln, so der Tenor der Veranstaltung „DAB+ im Dialog: Die Erfolgsfaktoren 2017“, die am 7. März auf Einladung des Digitalradio Vereins Deutschland in Berlin stattfand. Auf hochkarätig besetzten Panels diskutierten Teilnehmer über zentrale Erfolgsfaktoren pro DAB+: erstens geeignete politische Rahmenbedingungen, zweitens die zu erwartende zusätzliche nationale Programmvielfalt über den zweiten Bundesmux sowie drittens DAB+ mobil, also digitales Radiohören im Auto. 

Bund und Länder gemeinsam für DAB+: „Weg von den Sorgen, hin zum Vertrauen!"

In ihrer Keynote erklärte Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), dass mit dem vorgelegten „Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter“ ausreichend Rückenwind vorhanden sei für die weitere Beratung durch die Rundfunkkommission der Länder am 15. März. Ziel sei es, mit der Digitalisierung die Chancen für das Medium Radio auch in der digitalen Welt zu erhalten, vor allem „mehr Vielfalt und auch mehr Wettbewerb, der die Balance im dualen Rundfunksystem bewahrt", so Bär. Sie wies Kritik durch den Branchenverband VPRT zurück: „Radioempfänger sollen in der Lage sein digitale Signale zu empfangen. Wir haben einen Vorschlag entwickelt, der technologieneutral auf eine digitale Schnittstelle abzielt und DAB+ nicht einseitig bevorzugt. Die Gegenargumentation des Verbands ist nicht stringent.“

Ihre Kollegin Heike Raab, Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und in Europa, für Medien und Digitales, unterstrich die Beteiligung der Länder an der Digitalisierung des Hörfunks: Für sie stehen die sogenannte Smart-Radio-Regelung und ein Moratorium für die Vergabe frei werdender analoger Übertragungskapazitäten im Zentrum der Beratungen. „Wir wollen weg von den Sorgen und hin zum Vertrauen!“, kündigte sie in ihrer Keynote an, auch mit Blick auf die Bedenken einiger Privatradios. Der Aktionsplan enthält einen Passus, der von der Industrie fordert, ab 2019 nur noch Multi-Norm-Geräte anzubieten, die analoge und digitale Signale empfangen können. Der Aktionsplan regelt ferner den Umgang mit frei werdenden UKW Frequenzen, die künftig nicht neu vergeben werden sollen.

Für den Verein Digitalradio Deutschland fasste dessen Vorsitzender und Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul zusammen: „Gerade der Schulterschluss zwischen Bund und Ländern sowie das große Interesse am zweiten Bundesmux zeigen uns, dass DAB+ auf UKW folgen wird. Wir lassen uns auch nicht von der Kritik Einzelner aufhalten, besonders weil die Teilnehmer des Digitalradio Boards den Aktionsplan mit nur einer Gegenstimme mit überwältigender Mehrheit beschlossen haben. DAB+ ist im Markt angekommen“.

Roadmap: Schulterschluss aller Marktakteure

Dr. Ulrich Liebenow, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Digitalradio der ARD, erläuterte, welche enorme Kraft der Senderverbund bei DAB+ entfalte, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Ein zügiger Netzausbau sowie Kommunikation und Marketing seien wichtig, ohne Berührungsängste mit den privaten Anbietern. Er verwies in diesem Zusammenhang auf das zweistufige Modell für den Übergang auf die digitale Hörfunkverbreitung, das die ARD in die Diskussion mit allen Marktteilnehmern eingebracht hat. Die ARD würde ihre Ausbaupläne auf dieser Grundlage weiter umsetzen.

Bayern wird vorhandene Sende-Kapazitäten für den Privatfunk nutzen und mit einer neuen Aufteilung Programmkosten senken. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) gelang es, private und öffentlich-rechtliche Sender in gemischten, regionalen Multiplexen zusammenzuführen. In wenigen Monaten sollen die ersten privaten Programmanbieter aufgeschaltet werden. „DAB+ ist nicht mehr aufzuhalten. Unser Modell ist das fairste, damit Private diesen Weg mitgehen können“, so Schneider.

Wolfgang Breuer, CEO der Media Broadcast, beschrieb, warum das Unternehmen nach dem geplanten Rückzug aus der analogen UKW-Verbreitung nun ganz auf die Digitalisierung des Hörfunks setzt: „Wir werden auch in 20 Jahren noch lineares Radio haben, wir werden in 20 Jahren auch noch über 50 Millionen Fahrzeuge haben. Eine digitale Broadcast-Technologie ist die beste und effizienteste dafür." Breuer kündigte beim ersten Bundesmux für 2017 den Ausbau auf 120 Sendeanlagen an und zeigte sich optimistisch, dass sein Unternehmen auch den Netz- oder Plattformbetrieb des zweiten Bundesmuxes übernehmen könne.

Olaf Hopp vertrat als CEO von Radio Energy die privaten Sender und bekannte sich klar zu DAB+ als Investition in die Zukunft mit starken wirtschaftlichen Perspektiven. Zusammen mit weiteren privaten Anbietern wolle man die Reichweitenforscher der agma zur Weiterentwicklung der Resonanzforschung bewegen, damit digitale Sender besser ausgewiesen werden und damit eine Refinanzierung möglich wird: „Auch neue DAB+ only-Sender müssen eine faire Chance auf dem Markt haben.“

Einigungsgespräche beim zweiten Bundesmux / Regionales DAB+ in Hamburg

Mit Spannung erwartet wurde der Bericht zur neuen Programmvielfalt auf dem zweiten Bundesmux. Thomas Fuchs, Direktor der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein, informierte in seiner Keynote darüber, dass man in Einigungsgesprächen ausloten wolle, ob die vier Bewerber untereinander Kooperationspotenzial sähen. Spätestens im Juni werde eine Auswahlentscheidung getroffen.

Fuchs freute sich besonders über das Engagement privater Anbieter in Hamburg: So hätten mit Radio Hamburg und Hamburg Zwei weitere Sender Verträge unterschrieben. Inzwischen sei der regionale Privatradio-Multiplex in Hamburg ausgebucht.

DAB+ in Fahrzeugen: Beispiel Großbritannien mit 90 Prozent Serienausstattung

Der dritte Erfolgsfaktor für DAB+ ist die künftige Marktdurchdringung mit DAB+ Autoradios.

Laurence Harrison, Auto-Fachmann von Digitalradio UK, stellte die Erfolgsfaktoren von DAB+ in Großbritannien vor. Er betonte die Bedeutung eines engen Austausches zwischen Programmanbietern und Autoherstellern. Dies gelänge Digitalradio UK sehr gut. Inzwischen sei man auf knapp 90 Prozent Serienausstattung bei Neufahrzeugen gekommen.

Im anschließenden Automotive-Panel plädierte Dr. Volker Schott vom Verband der Automobilindustrie dafür, dass DAB+ in punkto regionaler Netzabdeckung und Programmvielfalt noch interessanter werden müsste, um Autofahrern einen besseren Mehrwert zu bieten.

Für Frank Nowack, bei Ford zuständig in der Entwicklung von Multimedia-Systemen, ist bei einer Kundennachfrage von 30 bis 40 Prozent die Schwelle erreicht, ab der Autohersteller über DAB+ Radios als Serienausstattung nachdächten. Derzeit sind rund 21 Prozent aller deutschen Neuwagen mit DAB+ ausgerüstet. Vor einem Jahr waren es nur rund 14 Prozent.

Johannes Boos, ADAC Hörfunk, plädierte für eine schnelle Integration von DAB+ Radios in Autos, gerade mit Blick auf Reisen ins europäische Ausland: „Wir brauchen Planungssicherheit, daher brauchen wir heute schon Geräte, die alle wichtigen Übertragungsstandards, auch DAB+, abbilden können.“

Carsten Friedrich, Account Direktor der Firma Mediamobile, sieht noch großen Handlungsbedarf beim Thema mobile Datenübertragung über den sowohl DAB+- als auch IP-basierten Standard TPEG: „Es gibt inhaltsstarke Argumente für TPEG, aber sie haben leider bisher nicht das Gehör in der Automobilindustrie“. Man müsste sich mit Hörfunkveranstaltern, Automobilherstellern und Providern dringend an einen Tisch setzen, bevor häufig kostenpflichtige, internetbasierte Konkurrenzprodukte im Bereich Verkehrsinformationen und Telematik das Rennen machen.

Social Bookmarks

Google+